Tic Störung

Tic-Störungen treten häufig im Kindesalter auf. Etwa 50 % aller Kinder entwickeln bis zum Ende der Grundschulzeit eine Tic-Störung, wobei Jungen ca. 4 mal häufiger betroffen sind als Mädchen. Die Störungen äußern sich in Lauten (akustische/vokale Tic-Störung) oder in unwillkürlichen Muskelzucken (motorische Ticstörung) bzw. Zwangshandlungen. Unterschieden wird hierbei zwischen einfachen und komplexen Tic-Störungen. Einfache Störungen sind z.B. Blinzeln der Augen oder Rümpfen der Nase. Komplexe Störungen sind z.B. das wiederholte Anfassen von Gegenständen. Bei vokalen Tic-Störungen reicht die Bandbreite von Grunzen/Schnalzen bis hin zum Wiederholen kompletter Sätze. Im Regelfall verschwinden diese wieder nach kurzer Zeit, so dass kaum Auffälligkeiten auftreten. Wenn diese Störung jedoch länger anhalten (mehr als 2 Monate) können diese zu Ausgrenzungen und Problemen im sozialen Umfeld führen. Eine Verbindung zur Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS), Autismus (Asberger Syndrom) und emotionaler Störung ist gegeben. Mögliche Ursachen für Tic-Störungen sind:

  • eine genetische Veranlagung (was wiederum auch die Korrelation zu ADHS erklären würde)
  • stressbedingte Ursachen
  • Infektionen mit Streptokokken, sofern ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Erkrankung (z.B. Scharlach) und dem Auftreten von Tics gegeben ist
  • stoffwechselbedingte Ursachen (Dopamin)

 

Gute Erfahrungen bei der Behandlung von Tic-Störungen habe ich mit entsprechenden kinesiologischen Entspannungsverfahren und einer Regulation des Mikrobioms der Darmschleimhaut gesammelt.